Das Jahrzehnt des Immobilienüberganges

Bis 2020 werden Immobilien für eine Billiarde vererbt. Nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge werden in diesem Jahrzehnt Immobilien im Wert von einer Billionen Euro vererbt oder gehen durch vorweggenommene Erbfolge in die Hände der nächsten Generation über. Nicht alle neuen Immobilienbesitzer behalten ihr Eigentum.

 

Bis 2020 werden Immobilien für eine Billiarde vererbt. Nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge werden in diesem Jahrzehnt Immobilien im Wert von einer Billionen Euro vererbt oder gehen durch vorweggenommene Erbfolge in die Hände der nächsten Generation über. Nicht alle neuen Immobilienbesitzer behalten ihr Eigentum. Laut Studie wird 28 Prozent des Immobilienvermögens verkauft. Doch der überwiegende Teil der Nachlassempfänger wird viel Geld zur Renovierung oder Erweiterung der Gebäude in die Hand nehmen. Denn oft sind vererbte Immobilienbestände veraltet und bedürfen der Revitalisierung oder einer kompletten Neuprojektierung.

 

Barrierefreie Wohnungen in der Stadt. Eine sinnvolle Strategie kann die Umgestaltung geerbter Gebäude in alten- und behindertengerechte Wohnungen sein. Viele Senioren möchten möglichst lang in ihren eigenen vier Wänden bleiben. Aber Zugänglichkeit und Ausstattung der Wohnungen müssen den Anforderungen des Alters genügen. Bisher sind barrierearme beziehungsweise freie Objekte noch selten. In Hessen beträgt der Anteil am Gesamtbestand gerade ein Prozent, in Bayern 1,1 Prozent, Spitzenreiter ist Brandenburg mit 3,3 Prozent. Grund mögen die bisweilen höheren Investitionen, zum Beispiel durch den Einbau eines Aufzuges oder breiterer Türen, sein. Doch aufgrund des demographischen Wandels steigt die Nachfrage nach seniorengerechten Wohnangeboten weiter. So ist die Vermietbarkeit solcher Objekte langfristig gesichert und das Investment macht sich bezahlt.

 

Seniorenheime werden kleiner. Ebenso lohnt das Segment der Senioren- und Pflegeheime einer Betrachtung. Viele Betreiber haben ihr Konzept den Wünschen der Bewohner angepasst: Wohnen innerorts. Große Heime mit achtzig oder mehr Wohneinheiten außerhalb der Städte sind Vergangenheit. Stattdessen sind überschaubare Gebäude mit bis zu zwanzig Betreuungsplätzen in den Ortskernen gesucht. Eine interessante Vermietungsmöglichkeit für Erben von innerstädtischen Wohnimmobilien.

 

Energieeffizienz ist Pflicht. Für alle Gebäude gilt: Steigende Energiekosten rücken die Betriebskosten immer mehr in das Blickfeld der Mieter. Die Kosten für Betrieb, Unterhalt und Wartung machen bereits heute im Lebenszyklus einer Immobilie bis zu 70% der Gesamtkosten aus. Steigende Energiepreise werden die Kosten weiter erhöhen. Zeit gegenzusteuern. Der Umbau zu seniorengerechten Wohnungen bietet gleichzeitig die Chance die Energieeffizienz zu verbessern. Langfristig orientierte Erben stellen sich bei der Renovierung ihrer Häuser darauf ein und sichern sich so eine dauerhafte Vermietung.