Mindestlohn bei 450 Euro Arbeitnehmern

Der Mindestlohn gilt auch für den Hausmeister im 450 Euro Job, die Reinigungskraft für das Treppenhaus oder den Gärtner. Er gilt für alle im Inland tätigen Arbeitnehmer auch für kurzfristig und geringfügig Beschäftigte. Ausgeschlossen sind Auszubildende, ehrenamtlich tätige Mitarbeiter oder Schulpraktikanten.

Für einige wenige Personengruppen wie zum Beispiel Langzeitarbeitslose gelten Übergangsfristen.

Wie hoch ist der Mindestlohn?
Der Mindestlohn beträgt 8,50 Euro in der Stunde. Da bei einem 450 Euro Job das Entgelt fest steht, nämlich 450 Euro, beträgt die Obergrenze für die Arbeitszeit 52,94 Stunden pro Monat. Also ist bei einer Fünf Tage Woche nach 2,64 Stunden pro Tag Dienstschluss.

Wie wird der Mindestlohn überwacht?
Den Arbeitgeber treffen Aufzeichnungs- und Dokumentationspflichten. Sie müssen künftig Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit bei geringfügig oder kurzfristig Beschäftigten aufzeichnen. Die Aufzeichnungen müssen bei Betriebsprüfungen vorgelegt werden können.
Kontrollieren können aber zum Beispiel auch die Agentur für Arbeit oder die Sozialversicherungen. Die Aufbewahrungsfrist beträgt mindestens zwei Jahre. Ein Verstoß dagegen ist mit Bußgeld bis 30.000 Euro bewehrt.
Die Aufzeichnungspflicht kann auf den Arbeitnehmer verlagert werden.


Was ist zu tun?
Um die Bürokratie der Aufzeichnung der Arbeitszeit kommt man nicht herum. Auch Zeiten wie Urlaub oder Krankheitszeiten sollten aufgezeichnet werden.

Auf alle Fälle empfiehlt es sich, mit seinem Steuerberater zu sprechen, um die Konsequenzen und Haftungsrisiken dieses neuen Gesetzes zu besprechen.