Rauchmelder für Bestandsgebäude bis Ende 2014 in Hessen

Die Pflicht bestimmte Räume mit Rauchmelden auszustatten gilt in Hessen auch für Bestandsgebäude ab 31.12.2014. Die Gebäudeeigentümer müssen bis dahin die Wohnungen Ihrer Mieter mit Brandmeldern ausgerüstet haben.

Der Umfang der Ausrüstungspflicht ergibt sich aus § 13 Abs. 5 der Hessischen Bauordnung:

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2014 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den Mietern, es sei denn, die Eigentümer haben diese Verpflichtung übernommen.

Folgen bei fehlenden Rauchmeldern:

Fehlender Rauchmelder können sich negativ auf den Versicherungsschutz der Gebäude-und Hausratsversicherung auswirken. Falls der Versicherungsgutachter nachweisen kann, dass die fehlenden Rauchmelder zu einer Vergrößerung des Schadens geführt haben, kann die Versicherung  unter Umständen ihre Leistungen kürzen.

Sofern ein Mensch zu Schaden kommt, muss der Vermieter auch seitens der Behörden mit dem Vorwurf einer grob fahrlässigen Handlung rechnen. Mit fatalen Folgen!

 

Lösung:

Sofern der Vermieter nicht selbst tätig werden möchte, kann er die Ausrüstung mit Brandmeldern auch beauftragen. Zum Beispiel bieten Firmen, die auch Heizkostenabrechnungen durchführen, die Anmietung und Überwachung von Brandmeldern an. Der Vermieter sollte überprüfen, inwieweit diese Kosten in der Betriebskostenabrechnung angesetzt werden können.